Politik - Behindertenpolitik

Auf nach Würzburg – Auf ins Ausland

14-15. Oktober 2016 – Hamburg (Der Text entstand am Handy – Es können Rechtschreibfehler enthalten sein)


 

Nun ist es endlich wieder einmal so weit, das sich die BAG Behindertenpolitik in Würzburg zum Austausch, aber auch zur produktiven Arbeit trifft. Wichtige Themen in der heutigen Zeit sind ganz klar das geplante Bundesteilhabegesetz abgekürzt BTHG, sowie andere devise Punkte zur Bundestagswahl 2017 wo wir als Vertreter und Vertreterinnen natürlich klare und wichtige Signale in der Behindertenpolitik geben wollen.

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Abfahrt in Hamburg – Der ICE war pünktlich

 

Ich merke bereits bei der Hinfahrt nach Würzburg wie sehr ich die Vorteile der ersten Klasse zur Kompensierung meiner Behinderung schätze. Leider zahlt mein Ortsverband mir nur die Reise in der zweiten Klasse weshalb ich wohl gedrungen mit dieser Fahren musste. (Nehme ich ihn aber nicht übel)

So bin ich deutlich gestresster und fühle mich auch jetzt bereits wieder sehr unwohl was zu ermüdung führt.

Trotzdem heißt mein Motto ja das ich mich von solchen Gegebenheiten nicht unterkriegen lassen und fahre nun erstmal nach Würzburg

In Würzburg angekommen merke ich extrems wie mir meine Assistenz fehlt, da ich unter völliger Überforderung leide und nurnoch im Autopilot-Modus, zum Veranstaltungsort gewandert bin.

Angekommen bei meinen Kollegen und Kollegeinnen fiel doch etwas Anspannung weg und es ging, in einen ersten produktiven Tag, wo es unter anderen um Länderberichte und um Arbeiten wie Grundeinkommenkongress ging.

 

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Meine BAG-Kollegin und Sprecherin Katrin eröffnet das Podium

Am Abend gab es eine tolle Podiumsdiskussion mit Claudia Roth, Corinna Rüffer & mein wertes Mitglied der BAG Behindertenpolitik Horst Frehe um das Thema Bundesteilhabegesetz. Doch ging es auch um die Naziverbrechen der Euthanasie die wir uns in der heutigen Zeit leider wieder ins Gedächnis rufen müssen, da bereits Gesetzesentwürfe für Zwangssterilisation vorliegen.

(Hier ein guter Artikel des Ärzteblatt -> http://www.aerzteblatt.de/archiv/60272)

Aber auch Menschen mit psyischer Behinderung werden in der aktuellen Variante zum „Abschuss“ freigegeben, da Sie in den meisten Fällen keine 5 von 9 Bereichen erfüllen. MIt 5 von 9 Bereichen ist gemeint, das Menschen mit Behinderung im neuen Bundesteilhabegesetz in 5 Bereichen mindestens Hilfe benötigen um überhaupt Leistungsberechtigt zu sein. Zwar gibt es auch die Regelung wenn man „voll-behindert“ ist reichen auch 3 Bereiche aber das ist in meinen Augen menschenunwürdig und der UN-BRK wird damit mit „Füßen“ getreten.

Der Dachverband Gemeindepsychatrie hat dazu eine gute Stellungnahme rausgegeben die hier zu finden ist -> http://www.psychiatrie.de/fileadmin/redakteure/dachverband/dateien/BAG_EGH/Dachverband_Gemeindepsychiatrie_e_V__Stellungnahme_BTHG.pdf

Trotzdem war es eine interessante und lebende DIskussion mit unseren Besuchern, Delegierten & unseren Gästen die da ich nur für mich Sprechen kann viele neue Input für meine Arbeit generiert haben.


Auch der Vortrag von Horst Frehe war wieder sehr informativ und er hat uns einen schnellen Informationsritt durch das BTHG gegeben, wo er viele Knackpunkte angesprochen hat. Am Samstag ging es hier wieder in die Diskussion über das Bundesteilhabegesetz aber auch anderen Themen waren wieder für die BAG wichtig.

Das Bundesteilhabegesetz hat auch wieder viel Zeit in Anspruch genommen weil es viele kritische Punkte gibt die noch ausgearbeitet werden müssen. Ganz klar ist so zu sagen das weiterhin der aktuelle Gesetzesentwurf nicht zustimmungsfähig ist !!! #nichtmeingesetz

Nun geht es wieder gemütlich in Richtung Hamburg – Ein tolles und produktives Treffen


 

 

 

Danny

Danny

Ich berichte hier aus meinen Leben als Asperger-Autist, Politiker, Cannabis-Patient und Aktivist.
Danny