Cannabis ist aktuell wieder in vielen Gesprächen das Thema worüber hitzig diskutiert wird, was mich als Cannabis-Patient natürlich besonders trifft. Ist Cannabis ein Heilmittel oder ist es einfach nur eine Droge das sind Fragen die ich immer wieder gestellt bekomme. Ich bin natürlich als Cannabis-Patient nicht grade unabhängig da ich von der Wirkung überzeugt bin, jedoch ist eines ganz wichtig

Schließe bitte niemals von meiner Wirkung auf dich – Bei jedem Menschen wirkt Cannabis anders, jedoch bin ich der Meinung das es ein Versuch wert ist

Ich möchte in diesen Posting darauf eingehen wo Cannabis wirken kann und einen kleinen Crashkurs für die Personen geben die keine Erfahrung mit Cannabis haben. In diesen Beitrag werde ich auf folgende Krankheiten eingehen

  • Spastiken
  • Restless-Legs-Syndrom
  • chronische Schmerzen

Ich biete kostenfreie Hilfe und Peer-to-Peer-Beratung auf Wunsch persönlich in Hamburg oder per Skype an.

1. Wie wirkt Cannabis

Cannabis hat 2 Hauptwirkstoffegruppen

  1. Das Cannabidiol (CBD) ist ein kaum psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf Cannabis sativa / indica. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Weitere pharmakologische Effekte, wie z. B. eine antipsychotische Wirkung werden erforscht.*
  2. Das Tetrahydrocannabinol (THC) zählt zu den psychoaktiven Cannabinoiden und ist der hauptsächlich rauschbewirkende Bestandteil der Hanfpflanze (Cannabis). Tetrahydrocannabinol unterliegt in Deutschland den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes.*

Cannabidiol (CBD) ist wie oben zu lesen ist kaum psychoaktiv hat jedoch die meisten medizinischen Nutzen. Mir persönlich helfen Cannabioide sehr bei meinen Asthma da es entzündungshemmend und entkrampfend ist. Es gibt viele Symptome wo Cannabidiol hilfreich sein kann wie z.B

  • Es ist entkrampfend, weshalb es sehr gut z.B für Spastiken ist (Es gibt hierzu bereits eine zugelassende Indikation bei Spastiken bei MS)
  • Es kann bei Arthritis helfen
  • Es ist zudem auch Angstlösend
  • Und es hilft gegen Übelkeit was ich aus eigender Erfahrung zumindest bei mir bestätigen kann

Aber auch das Tetrahydrocannabinol (THC) hat eine gute Wirkung auf mich, da es mir bei meinen Schmerzen hilft. Ich nehme aktuell Oxycodon da „nur“ Cannabis leider nicht hilft zumindest bei mir, jedoch kann ich die Dosis stark verringern (30mg -> 10mg) und die verbundene Übelkeit ist ebenfalls damit im Griff. Cannabis kann bei folgenden Symptome hilfreich sein

Cannabisblüten der Sorte „Bedrocan“
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit und Abmagerung
  • Spastiken
  • Bewegungsstörungen
  • Schmerzzuständen
  • Depressionen
  • Epilepsie
  • Entzündungen

Die Erforschung von Cannabis steckt in den „Kinderschuhen“ da jahrelang die Forschung verzögert wurde was jedoch bei vielen Substanzen der Fall ist die als „Freizeitdroge“ konsumiert werden, deshalb sollte man immer ein Medikamententagebuch führen.

Nun möchte ich erstmal auf ein paar Erkrankungen eingehen

Die Begriffe Spastik bzw. Spastizität leiten sich vom griechischen Wort σπασμός (spasmos, „Krampf“; latinisiert Spasmus, dt. Plural Spasmen) ab und beschreiben eine in typischer Weise erhöhte Eigenspannung der Skelettmuskulatur, die immer auf eine Schädigung des Gehirns oder Rückenmarks zurückzuführen ist.*

So berichten viele Betroffende auch das Cannabis helfen kann – Vorweg ich lehne Tierversuche ab, auch wenn Sie der Wissenschaft und Gesundheit dienen, da ich der festen Überzeugung bin das Tierversuche verboten gehören. Die Pharmazeutische-Zeitung berichtet zu Cannabis

Anouk hat Spastiken und berichtet auf ihren Blog darüber

Link zum Artikel -> http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm7_05_2003

Anouk berichtet in ihren Blog von ihren Spastiken, die Sie hierbei auch in Alltagssituationen beschreibet -> https://th-10.de/spastik-kommt-von-spass/

Und ein Artikel im Medical Tribune auch zum Thema -> Artikel als PDF

Viele betroffende Berichten wie Sie Cannabis als Medizin erfolgreich gegen ihre Spastiken einsetzen und wie sich die Muskulatur beruhigt. Eine ehemalige gute Freundin von mir der ich regelmäßig den Nacken massieren musste wegen der Verspannung hat gute Erfahrung auch mit CBD gemacht. Und damit der perfekte Übergang zur Diagnose

 

 

Ein sogenannte Vaporizer (Quelle – Verdampftnochmal)

 

Restless-Legs-Syndrom (RLS), englisch für Syndrom der ruhelosen Beine, auch Wittmaack-Ekbom-Syndrom oder Willis-Ekbom disease, ist eine neurologische Erkrankung mit Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in den Beinen, Füßen und weniger häufig auch in den Armen, oftmals einhergehend mit unwillkürlichen Bewegungen. Es wird zu den extrapyramidalen Hyperkinesien gerechnet.*

 

 

Und das ist eine Diagnose die mich persönlich betrifft weshalb ich von meinen Erfahrungen als Patient berichte, die jedoch ganz wichtig nicht auf alle zustimmen kann aber auch nicht. Bei Cannabis gilt die Devise dass man ein Medikamententagebuch führt umso zu schauen ob die Wirkung einsetzt oder ob das Cannabis eventuell neu dosiert werden muss oder eine andere Sorte erforderlich ist.

Ich persönlich kann davon selber Berichten das meine Beine durch Cannabis ruhiger sind und ich sehr selten „Anfälle“ habe. Diese bekomme ich aber nach einen guten Zug an meinen Vaporizer schnell wieder in Griff und kann beruhigt weiterschlafen oder den Alltag nachgehen. Eine wichtige Sache zeigt zudem auch das Bild – Eine Waage ist immer sehr wichtig für das Medikamententagebuch.

 

 

 

Eine Bedrocan-Dose

Der Begriff Chronisches Schmerzsyndrom bzw. chronische Schmerzkrankheit beschreibt einen Schmerz, der seine eigentliche Funktion als Warn- und Leithinweis verliert und einen selbständigen Krankheitswert erhält. Problematisch bei dieser Begriffsdefinition ist jedoch der nicht erwiesene Verlust der Warn- und Hinweisfunktion bei länger dauernden Schmerzen im Falle von Fehlbelastungen des Bewegungs- und Stützapparates, die mit einer Prävalenz von 33 % den größten Anteil aller Schmerzsyndrome ausmachen.

Auch diese Erkrankungen trifft viele Rollstuhlfahrer*innen und damit auch mich. Der Grund weshalb ich im Rollstuhl bin ist das ich chronische Schmerzen habe, die ich nicht genug in den Griff bekomme um stehen zu können. Auch bei anderen Schmerzen kann Cannabis insbesondere das THC eine hilfreiche Behandlung aber wie bei mir auch eine Zubehandlung sein.

Nun die wichtigste Frage – Wie kann ich Cannabis verschrieben bekommen und wie Beantrage ich die Kostenübernahme ?

1. Ich habe einen Ratgeber geschrieben, welcher hier zu finden ist -> https://drcaesar.de/wie-kann-ein-arzt-mir-cannabis-verschreiben/

2. Könnt ihr mir gerne eine E-Mail schreiben an kontakt@drcaesar.de oder mich bei Facebook anschreiben – Auch ein Skypegespräch ist möglich

3. Ich helfe bei Anträgen, Gestaltung von Anträgen, eine Peer-to-Peer-Beratung
4. Ich helfe gerne bei der Wissensvermittlung an Ärzte, Familie & Partner*innen

In Hamburg auch gerne persönlich bei mir oder auch bei euch* (Reisekosten müssten erstattet werden – Jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich)

2. Wie kann ich Cannabis konsumieren?

Es gibt viele Wege um Cannabis zu sich zu nehmen

  • Inhalativ per Verbrennung (Joints, Bong)
  • Inhalativ per Verdampfung (Dabbing, Vaporizer)
  • Oral in Speisen und Getränken (sogenannte Hashbrownies)
  • Als Salbe oder Creme (zum Beispiel bei lokalen Schmerzen)

Ich möchte mal auf meine 3 favorisierten Behandlungen eingehen

1. Das Verdampfen mit einen Vaporizer

Ich nutze Vaporizer seit ich Cannabis konsumiere und es gibt hier eine vielzahl von Modellen aber alle haben eines gleich – Die Wirkstoffe werden nicht verbrannt, sondern verdampft wodurch kein Kohlenmonoxid oder schädliche Blausäure entsteht. Auf meinen Kanal gibt es viele Reviews zu solchen Geräten und wie Sie funktionieren – Link zu meinen Kanal

2. Dabbing

Beim Dabbing wird eine hohe Hitze benötigt da hierbei Konzentrate verdampft werden können die zum Beispiel bei Schmerzpatienten sehr hilfreich wirken. Es gibt verschiedene System ob Dabbing mit eine Bong wobei ein Glas oder Titannagel erhitzt wird

3. Das Konsumieren von Cannabisinfuseden Lebensmitteln und Getränken

Auf meiner Webseite gibt es viele Rezepte wie man z.B Cannabisbutter herstellen kann, aber auch weitere Rezepte zu Cannabis sind hier zu finden -> http://www.marihuana-storys.de/kochen-mit-cannabis/

Die Wirkung tritt jedoch nicht wie beim Dabbing / Vaporizern nach wenigen Minuten sondern manchmal auch erst nach paar Stunden ein. Eine Tabelle mit Erfahrungen von Patienten und Freizeitkonsumenten hilft sich einen groben Eindruck zu machen. Am Ende gilt wieder jeder Körper reagiert anders

 

Alle Konsumarten haben seine Vor- Nachteile weshalb persönlich jeder seine Konsumform finden sollte. Ich empfehle das Rauchen als medizinische Weise nicht, aber manche Patienten schwören darauf weil Sie eventuell auch vorher schon geraucht haben. Der Umstieg von Verbrennung auf Vaporizer ist schwer, da vielen Bong bzw Jointrauchern das „Drücken“ fehlt was viele Freizeitkonsumenten ebenfalls schätzen. Wer Hilfe oder Fragen hat kann mir gerne an die oben genannten Stellen schreiben – Ich helfe ehrenamtlich und ohne Bezahlung


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